Kulinarisches Paradies Dänemark

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Freizeit und Sport, Gastronomie

Dänemark ist ein wunderbares und seltsames kleines Land. „Seltsam“ ist dabei natürlich relativ. Wobei: auf dem Gebiet des Essens ist es das vielleicht auch absolut – und das ist gut so. Man findet ja vor allem kurios, was einem bekannt vorkommt und dann doch abweicht. Deswegen ist für viele Deutsche sie dänische Sprache (wie auch die niederländische) nicht selten Anlass für Heiterkeitsanwandlungen. Das sollte den Dänen und den Niederländern mit dem Deutschen im Übrigen nicht anders gehen. Besonders, wenn man Wörter aus der eigenen Sprache wiedererkennt, diese aber mit dem Sprachunkundigen ungewöhnlich erscheinenden Buchstabenkombinationen generiert werden, dann findet man es lustig. Zumindest für eine Weile – bis man sich daran gewöhnt hat. Nach Sigmund Freud ist dasjenige „unheimlich“, das Bekanntes im Fremden wiedererkennen lässt, oder, vielleicht noch häufiger, Fremdes im Bekannten. Vielleicht erscheinen uns diese Kombinationen in Dänemark und den Niederlanden nicht als unheimlich, weil sie harmlos sind. Es ist nur Sprache. Und die tut uns im Prinzip nichts. Natürlich ist Sprache auch eine Waffe und ein Machtinstrument und ihr sind unterdrückerische Strukturen eingeschrieben. Aber Sprachunterschiede an sich sind erst einmal harmlos. Und das Dänische scheint in einem Maße dem Deutschen zu ähneln und gleichzeitig von ihm abzuweichen, das manch einem besonders drollig erscheint. Wie gesagt – das ist umgekehrt vermutlich genauso: der Urlaub in der Ferienwohnung Ostsee, gleich ob es Dänen in Deutschland sind oder Deutsche in Dänemark, sorgt umso mehr für Heiterkeit, je weniger jemand die Sprache des anderen Landes kennt. In der Regel können die Dänen eher deutsch als umgekehrt und verhalten sich von daher weniger pubertär, wenn sie einer Inschrift ansichtig werden. Viel spannender jedoch sind die kulinarischen Unterschiede.

Rote Wurst

Der Klassiker: der Pølser. Sagt der Deutsche. Eigentlich wird hier der Plural zum Singular gemacht. „Røde Pølse“ wäre die korrekte Bezeichnung. Rote Wurst nämlich, eine mit Lebensmittelfarbstoff gefärbte Wurst, die den klassischen dänischen Hot Dog neben der dänischen Remoulade zu dem macht, was er ist. Lecker nämlich.

Süßwaren & so weiter

Besonders tut sich Dänemark im Bereich der Süßigkeiten und Artverwandtem hervor: Lakritz, ob salzig, ob minzig, ob scharf. Und auch im Eis findet Lakritz gerne Verwendung. Überhaupt ist dänisches Eis etwas besonders. Eine weitere dänische Spezialität: Limonade in seltsamen, unnatürlichen Farben. Chips in Schraubenform gehören ebenso zum dänischen Sortiment der leckeren Dickmacher wie die klassische rote Grütze mit Sahne. Ein Urlaub in Dänemark lohnt sich also alleine schon zum Dickwerden. Am besten in Holzhausatmosphäre.

3 Antworten

  1. Carolann Haran

    Ich glaube, wir haben uns schon einmalvor einiger Zeit im richtigen Leben ausgetauscht. Du kommst aus Hamburg richtig?

  2. Melinda Selders

    Hey, schöner Beitrag, der RSS Link funktioniert leider weniger, trotzdem top Homepage!

  3. Für mich gehört die echte rote Wurst in ein schönes Hot dog und dass ist auch einfach das dänischste Essen was ich mir vorstellen kann. Mag zwar ein Klischee sein und sicher gibt es auch viele andere leckere Sachen, aber wenn ich über die Grenze fahre will ich so eine Wurst. Ist eben einfach so.

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